Die Nase als zentrales Organ im Gesichtsbereich ist in besonderer Weise strukturbildend für die Physiognomie. Ein Patient, der die ästhetische Veränderung der Nase wünscht, kann eine oder mehrere aus einer Vielzahl nasaler Deformitäten haben: eine knollige Nasenspitze, einen dorsalen Höcker, eine breite oder gekrümmte , überprojizierte oder zu wenig hervorstehende Nase. Eine Vielzahl von Korrekturmöglichkeiten stehen zur Verfügung, die Größe, Stellung, Form, Höhe und Breite der Nase beeinflussen.
Präoperativ werden Profilaufnahmen der Nase gemacht, um eine genaue Beurteilung der Nase, sowie eine adäquate Berücksichtigung der Patientenwünsche zu gewährleisten. In den allermeisten Fällen wird vom Naseninneren aus operiert, sodass keine sichtbaren Narben zurückbleiben. In einigen Fällen (besonders bei Reeingriffen) wird eine offene Rhinoplastik durchgeführt, die eine wesentlich bessere Übersicht über die gesamte Nasenanatomie gibt. Sofern zum Aufbau der Nase Knorpelstrukturen nötig sind, werden diese zumeist vom Ohrknorpel entnommen. Bei Schiefnasen, deren Ursache häufig eine Scheidewandverkrümmung ist, wird begleitend eine Septumkorrektur durchgeführt. Immer muss bei einem Naseneingriff die Funktion der Nase in die Operationsplanung einbezogen werden.
Die Korrektur der gesamten Nase wird normalerweise in Vollnarkose, Spitzenkorrekturen in Lokalanästhesie mit begleitender Analgosedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt. Die Nasentamponade wird in der Regel am 1. postoperativen Tag entfernt. Eine Nasengips wird für 5-7 Tage belassen. Fast alle Eingriffe an der Nase werden ambulant durchgeführt.