Infolge der Schwerkraft kommt es besonders bei einer großen Brust zu Absenkungsvorgängen, die abhängig von der Elastizität der Haut nicht mehr rückbildungsfähig sind. Starke Größenschwankungen, wie sie im Verlauf einer Schwangerschaft auftreten, fördern diesen Prozess.
Bei einer Brustverkleinerung wird Brustdrüsengewebe entfernt, bei einer Straffungsoperation lediglich der Hautmantel reduziert, wobei spezielle Techniken der Drüsenaufhängung zu einem stabilerem Ergebnis beitragen.
Eine große Brustdrüse (Makromastie) zeigt sich meist schon in jugendlichem Alter und sollte dann operativ korrigiert werden. Sie kann zu seelischen Alterationen, wie Unsicherheit und Minderwertigkeitsgefühlen führen, aber auch organische Veränderungen können im Gefolge einer Makromastie auftreten (z.B. Muskelverspannungen, Fehlhaltungen, lokale Entzündungen). Die Abgrenzung zwischen ästhetischer und medizinischer Indikation ist fließend, jedoch wird von den Krankenkassen ab einer Resektionsmenge von 400g je Brustseite oftmals eine medizinische Indikation akzeptiert.
Es existieren viele Techniken zur Reduktion und Straffung der Brust. Die jeweils anzuwendende Technik hängt auch von der Größe, Form und Konsistenz der jeweiligen Brust ab. Narbensparenden Techniken ist deshalb immer dann der Vorzug zu geben, wenn dies aufgrund der anatomischen Gegebenheiten möglich ist. Die kürzesten Narben resultieren bei den periareolären Straffungen, wo nur eine Narbe am Brustwarzenvorhof sichtbar bleibt. Dieses Verfahren eignet sich allerdings nur zur operativen Korrektur einer kleineren, nicht zu stark hängenden Brust. Zu den narbensparenden Techniken zählt auch die vertikale Mammaplastik, die zusätzlich eine vertikal verlaufende Narbe zur Unterbrustfalte hin aufweist. Die meisten anderen Techniken weisen verschiedene Stielungen der Restbrustdrüse auf, haben jedoch zusätzlich zu der vertikal verlaufenden Narbe eine in der Unterbrustfalte. Asymmetrien erfordern differenzierte operative Vorgehensweisen. Dabei werden Straffung, Verkleinerung oder Augmentation miteinander kombiniert. Bis sich die entgültige Form einer operierten Brust einstellt, vergehen in der Regel einige Monate. Bei der Gynäkomastie des Mannes wird in den meisten eine Fettabsaugung zu dem gewünschten Resultat führen. Nur in Ausnahmefällen muss durch einen Zugang über den Brustwarzenvorhof das überschüssige Gewebe mittels Schnittoperation entfernt werden.
Die Eingriffe zur Straffung und/oder Verkleinerung der Brust werden in Vollnarkose durchgeführt. Der Klinikaufenthalt beträgt 1 2 Tage.